Montag, 14. Mai 2012

Der Abend


Kapitel 12



Als Tom wieder bei Sinnen war knutschte er Vivien ab und ich dachte, dass sie jeden Moment ins Gebüsch springen würden. Dereck dagegen schaute mich immer noch an und musste sich anstrengen den Mund zuzunachen. Das ganze wurde sowieso peinlich, als wir uns umarmten und Vivi und Tom gerade mit ihrem Rummgemache fertig waren. Ich mein das ist doch voll dämlich, wenn sich neben dir zwei Leute abknutschen und du daneben stehst und den Typ gerade mal umarmst mit dem du auf die Party gehst. Als meine super Freundin mein Gesicht sah, guckte sie etwas entschuldigend und rettete die Situation indem sie so tat als würde sie hinfallen. Dadurch wurde Tom nämlich immer ganz unruhig und ließ sie nicht mehr aus den Augen um immer bereit zu sein, falls sie sich doch hin packen würde. Dereck war mittlerweile so weit gekommen den Mund wieder zu schließen und mir die die Tür von Auto auf zu halten, naja Gentlemen eben. Ich ging davon aus, dass er zu Hause wahrscheinlich nichts anderes tat als diese Benimmregeln auswendig zu lernen. Ich kannte grade mal die, welche besagten man soll dem anderen nicht ins Wort fallen.  Während der Fahrt war es recht still, aber da die Schule nicht weit entfernt war hatten wir 5 Minuten vor dem Ziel genug Gesprächsstoff um lachend aus dem Auto zu poltern. Die Schule war feierlich und hyper romantisch geschmückt überall waren Rosen und kleine goldene Sternchen. In der Mitte der Aula hing eine große Discokugel, irgendwie war es voll kitschig, aber naja ich mag sowas…


Lola und Justin kamen uns entgegen, sie sahen beide echt toll aus und sie lächelten. Ich weiß nicht, aber irgendwie waren wir alle an dem heutigen Tag ein Stück erwachsener geworden, mal davon abgesehen, dass Justin Derek und Tom jeweils 3 Steaks aßen und 5 Baguettscheiben und ach wer kann schon genau sagen wie viel sie wirklich in sich hinein gestopft  haben.  Jedenfalls ging es 21:00 los mit tanzen, die ersten zwei Stunden lief fast nur Discomukke, dann ging es los mit den richtigen Schnulzen diese wo sich alle Pärchen aneinander kuscheln die Köpfe auf die Schultern legen und  die Hände tiefer rutschen. Ich mein ich hab gewusst, dass diese Situationen kommen würden, aber mein Gott das war mir so verdammt peinlich als Tom und Vivi, Lola und Justin auch Elliet und Izzi, ich dachte ernsthaft das ist mein Untergang, anfangs standen Derek und ich einfach nur da und haben um uns geguckt, dann auf einmal nahm mich Derek in den Arm und wir fingen an uns so hin und herzu bewegen wie in Twilight oder wie auch immer die ganzen Filme heißen. Jedenfalls war es so ein Moment wo wirklich alles andere unwichtig erscheint, wo man nicht daran denkt, dass es noch Menschen außer dir und dieser Person gegenüber gibt. Okay ja das ehm hört sich vielleicht etwas unrealistisch an, aber so war es.  Als das Lied vorbei war sahen wir uns gefühlte 10 Minuten in die Augen, na gut im realen Leben waren es glaub ich 10 Sekunden, 10 unglaubliche Sekunden. Was danach kommt kann man sich denken, der heiß ersehnte innige Kuss. Nicht bei mir, nein, sowas passiert nur Vivien, die ist zwar durch einen Sandmuffin mit Tom zusammen kommen, aber trotzdem, das war wenigstens super romantisch. Zurück zu Derek und mir, das Lied war vorbei der „magische“ Augenblick auch, sofort danach musste dieser beknackte DJ ausgerechnet „Moves like Jagger“ spielen wo wir selbstverständlich alle super laut mit jaueln sollten. Klar, dass ich anschließend nicht so super drauf war, irgendwann gegen 24:00 machten sich Tom und Vivien aus dem Staub. Super! Ganz toll! Jetzt war ich fast auf mich allein gestellt, als ich 30 Minuten lang auf einem Stuhl saß und vor mich hinstarrte, ja gut ich gebe zu ich wollte etwas Aufmerksamkeit, aber es hat ja funktioniert, Derek kam zu mir und nahm meine Hand, er führte mich nach draußen. Es war dunkel, logisch 23:45 ist es nicht gerade hell. Er sah mich an und fing an zu lächeln: „Was?!“, ich war total verwirrt, so wie er mich ansah. „ Hab, hab ich was gemacht ich, also warum guckst du mich so an?!“ „Na wie denn?“, fragte er mich mit seinem verdammten süßen Lächeln. „Na so eben, als wenn du ich küssen würdest…“, jetzt lächelte er noch mehr und küsste mich. Und es war WOW, er küsste so unglaublich gut, ich meine so viel Küsse hab ich noch nicht erlebt, aber wirklich es war so, als wären wir im Himmel. Oder so. 
Besonders

Kapitel 11
Es war zwei Stunden vor um 6, Vivi und ich zogen gar beide unser Kleid an, sie hatte ein grünes Langes trägerfreies, das perfekt zu ihren Augen passte, außerdem trug sie den Ring von Tom, ihre Haare hatte sie hochgesteckt. Außerdem trug sie fast so eine Kette wie diese Vivian in "Pretty Woman". Nur mit dem Unterschied, dass die von Vivi nicht so teuer war. Das Kleid, das ich mir gekauft hatte war bis zur Hüfte eng anliegend war ab da weiter geschnitten. Ich hatte mich für die Farbe Rot entschieden, weil meine Haut da durch, wie ich fand, nicht ganz so blass wirkte. Wie Vivians Kleid war auch meins Schulterfrei, außerdem war ein Schlitz im Rückenteil, so dass man etwas Haut sehen konnte, meine Mutter hatte erst etwas dagegen, aber ich konnte sie dann doch noch überreden mich so aus dem Haus zu lassen. Ich kriegte von Vivi ebenfalls eine Hochsteckfrisur verpasst, die sich mit meinen langen Haaren gut machen ließ. Mom borgte mir ihre Kette die sie damals zur Verlobungsfeier meiner Schwester getragen hatte. Sie war silbern und mit kleinen Edelsteinen besetzt. Sie muss teuer gewesen sein, ich hatte meine Mutter auch gefragt wie sie sich diese Kette leisten konnte und sie hatte zugegeben, dass sie früher jede Menge Geld von meinem Vater bekommen hatte. Es war seine Bedingung gewesen ihr Monatlich tausende von Euros zu überweisen bis ich 10 Jahre alt war, fragt mich nicht warum, wenn er das getan hatte durfte er für immer aus unserem Leben verschwinden. Ich kenne ihn nicht, weil mom nie wollte, dass ich etwas mit ihm zu tun haben sollte... Jedenfalls trug ich schwarze highheels und Vivien silberne Pumps. Als wir fertig waren betrachteten wir uns im Spiegel und mussten beide anfangen zu lächeln. Dann hörten wir die Klingel, ich drückte meiner mutter noch schnell einen kuss auf die Wange dann machte ich die Tür hinter uns zu und wir gingen nach draußen, wo die Mutter von Dereck mit dem Auto wartete, sie fuhren einen schicken großen Mercedes, was mich nicht wunderte. Tom und Dereck stiegen aus, wir wollten zu viert fahren und Tom war einverstanden. Die beiden waren erst so mit der Tür beschäftigt, die anscheinend klemmte, dass sie uns gar nicht so wahrnahmen. Als die dumme Tür dann endlich offen war sahen sie uns zum ersten mal richtig an und die beiden sahen wirklich so aus als hätten sie sich den Kiefer ausgerenkt. Wir kamen ihnen etwas entgegen, weil die sonst den ganzen Abend so dagestanden hätten.