Freitag, 16. März 2012


Kapitel 5 
Die eine Person

Wir saßen in der Eisdiele. Und redeten ewig lange über alles Mögliche. Und ich erfuhr, dass er mit seinen Eltern allein in einem Haus wohnt und eine Schlange als Haustier hat, eben diese ganzen alltäglichen und unwichtigen Sachen.
Nach etwa 4 Stunden musste er nach Hause und ich auch, da er nicht weit weg von mir wohnte, brachte er mich nach Hause, zum Abschied umarmten wir uns und er meinte, dass ich das hübscheste Mädchen bin das er je gesehen hat. Ich glaubte ihm nicht, aber irgendwie schwebte ich den ganzen restlichen Tag auf Wolke sieben. Ich half meiner mom freiwillig mehr im Haushalt als nötig und abends brachte ich meine Geschwister ins Bett. Später chattete ich noch mit Vivi auf Facebook, als sie ins bett musste lag ich noch eine Weile auf meinem riesigen grünen Flauschteppich und dachte über den Tag nach. Auf einmal klingelte mein Handy  und eine unbekannte Nummer erschien auf dem Display.
"Hallo?" sagte ich vorsichtig, die Stimme die dann ertönte ließ mich mal wieder an die Decke krachen. " Hey Milena, hast du auch immer noch ein vollen Magen von dem Eis vorhin"
Ich: "Nein eigentlich nicht" und dann mussten wir beide anfangen zu lachen. Wieder redeten wir ewig über unser Leben, ich vertraute ihm irgendwie, aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl ihm alles über mich wissen zu lassen.
Und ich glaube als es in etwa um eins war, wusste er wirklich fast alles über mich und ich fast alles über ihn. Eine Sache ließen wir allerdings eher unberührt, nämlich wie wir zu einander standen. Ich glaube auch wir wussten so fort, dass da etwas mehr als Freundschaft war, aber niemand hatte so viel Mut den anderen zu fragen. Das dachte ich zumindest...


Kapitel 4
Der Traum vom Glück


Normalerweise würde ja Vivi neben mir sitzen, aber unsere hässliche Mathe Lehrerin hatte irgendwann die Schnauze voll von unserem ständigen Gequatsche. Der Unterricht hatte begonnen, als auf einmal ein Zettel auf meinem Heft landete und ich war so in Gedanken, dass ich nicht mitbekommen hatte von wem  er kam. Ich öffnete ihn und als ich ihn las war ich platt: "Willst du heute mit mir Eis essen gehen? Dereck <3"
Ich schrieb(dumm wie ich war) "Ja klar und wann?". Ich mein er hatte ja schon heute drauf geschrieben und ich frage WANN?
Als Mathe vorüber war, stand fest, dass ich nach Schulschluss mit ihm in der Eisdiele bei mir um die Ecke essen würde. Ich rannte zu Vivi und zeigte ihr de Zettel ihr Kommentar war für mich nicht überraschend: " Oh mein Gott Milena, das ist der Anfang einer großen Lovestorry!"
Ich: " Natürlich und die nennst du dann " Milena und Dereck in Love". Bist du noch ganz dicht da oben? Er hat mich nur zum eis futtern eingeladen. Das ist noch nicht mal ein richtiges Date". Damit gab sie sich natürlich nicht zufrieden: " Kein richtiges Date?! Baby jetzt erkläre mir doch mal den Begriff  "Date". Also für mich heißt es ein treffen wo es um mehr als nur Freundschaft geht."
Natürlich dachte ich. Und wenn ich mich mit irgendeinem Arbeitgeber treffe ist es auch ein Date, weil es um mehr als Freundschaft geht, nämlich um Geld.
Das Thema war schnell zu Ende, als Viviens Freund Tom ankam. Die beiden führten somit die glücklichste Beziehung die ich kenne. Morgen ist der 4. Jahrestag von den beiden. Vielleicht war das der Grund, warum Vivi so fest an mein Glück in der liebe glaubte, weil wir uns so ähnlich sind und den gleichen Geschmack und so haben, also müssen wir ja auch beide glücklich werden.


Donnerstag, 15. März 2012

Kapitel 3
Märchenprinzen

Und als ich 10 Meter davor war: WUSCH, da stand er. Der heißeste Typ den ich je gesehen habe! Dereck, er stand ganz lässig da mit seinem Skateboard. Wie immer.
Seine blonden Haare hingen ihm schräg im Gesicht, naja Surferfrisur eben. Ich bekam schon immer ein paar meter bevor ich hallo sagen konnte nasse Hände und mein Herz wummerte und ich war mir sicher, dass es jeder hören konnte.
Ich ging an Dereck vorbei und sagte so lässig wie möglich "Hi", das wars. So ging es jeden Tag ich sagte "hi" er glotzte zu mir und grüßte zurück, mehr Worte waren in den ganzen 3 Jahren an meiner Schule nicht gefallen. Wie man sicher schön bemerkt hat, stehe ich total auf diesen Typ, aber ich bin auch davon überzeugt, dass Viviens Prophezeiung niemals eintreffen wird. Diese lautet: Irgendwann wir er dich fragen, ob du mit ihm gehen willst und dann werdet ihr heiraten!
Ich mein ganz ehrlich, das ist das dämlichste und unrealistischste was ich je gehört habe, aber was andres kann man von Vivi nicht erwarten. Als ich so darüber nachdachte kam sie auch schon angerannt und rief so laut meinen Namen das selbst die Leute eine Straße weiter mitgekriegt haben müssten, wie ich heiße.
Ich ging ihr ein paar Schritte entgegen und wir umarmten uns etwa 30 Sekunden lang. Ebenfalls wie jeden Morgen. Sie fragte mich kurz wie ich geschlafen hatte. Ich erzählte ihr von meinem Traum, indem ihre Vorhersage eingetroffen war und sie sagte wie immer: " Siehst du Träume werden auch irgendwann war. Vertrau mir."
Dann kam glücklicherweise der Schulbus und die Zeit der Gespräche zu zweit waren vorüber. Denn jetzt mussten wir erst mal alle Leute die wir kannten umarmen und begrüßen. 15 Minuten später gingen wir zu 10. in den Klassenraum und packten die Mathe Sachen aus, das Schlimmste an Mathe war nicht nur, dass ich es nicht kapiere, sondern auch, dass Dereck neben mir saß und ich mich nicht eine Sekunde konzentrieren konnte. 



2. kapitel
Der Anfang vom Ende

Der Wecker klingelte, ich stand auf und betrachtete mich im Spiegel.
„Schön!“, das sagten alle, Vivien, meine beste Freundin, beschrieb mich als würde ich das schönste Mädchen auf Erden sein,: „Sie dich doch nur mal an, deine pechschwarzen Harre gehen dir bis über den Hintern! Und deine Türkis-blauen Augen strahlen ein an da kann man nur glücklich sein und welcher Junge steht bitte nicht auf so volle Lippen wie deine, da kommst du locker an Angelina Jolie ran. Und jetzt guck dir mal deine Haut an, alle an unsrer Schule hätten gern so eine reine Haut, mal abgesehen von den Sommersprossen!“
 Vielleicht seh ich ja so ähnlich aus, aber eigentlich findet sich doch kaum ein Mädchen in diesem alter hübsch. Es war Hochsommer, also zog ich mein leicht durchsichtiges Top an dazu meine Shorts. Ich fand meine Oberschenkel zu dünn und das sagen nicht viele mit 15 Jahren.
Als ich nach unten kam saß meine Mutter am Tisch und war dabei meinen kleinen Bruder zu stillen, er war jetzt 8 Monate alt und heulte uns jede Nacht die Ohren voll! Meine 10 Jährige Schwester war bereits zur Schule gegangen.
Mein Vater war abgehauen als ich so alt war wie sie. Danach hatte meine Mutter nur eine Affäre in der sie meinen kleinen Bruder kriegte, doch auch der haute ab, als er erfuhr, dass meine Mutter schwanger war. Seit dem musste meine Mutter drei Kinder erziehen bis vor 3 Monaten waren es vier, aber meine ein zigst ältere Schwester wanderte mit ihrem Verlobten nach Kanada aus, was für mich bedeutete das ich jetzt die meiste Zeit auf meine Geschwister  aufpassen musste.
Davor war meine ältere Schwester Lillyan meine Vertrauensperson gewesen, ich erzählte ihr alles was ich auf dem Herzen hatte, deswegen traf es mich am meisten das sie wegging.
Meine kleine Schwester Lilly zwar süß aber nervig. Das Gleiche galt auch für meinen Bruder Lio. Worüber ich mir oft Gedanken machte waren die Namen meiner Geschwister und mein Name, alle ihre Namen fingen mit L an und ähnelten sich sehr was man von meinem Namen nicht behaupten konnte:
Milena.
Schon irgendwie komisch ich wurde auch etwas anders behandelt als die Andern meine Mutter bevorzugte mich nicht direkt, doch sie gab mir mehr Freiraum das viel sogar Violett auf und sie war nicht die hellste.
Als ich mit dem Frühstücken fertig war ging ich wieder in mein Zimmer und zog mich um. Da es Juni war, entschied ich mich für ein einfaches schwarzes Top, dazu die Jeans Shorts, die ich von Violett geschenkt gekriegt hatte. Ich packte noch schnell meine Sachen zusammen, zog mir die ebenfalls schwarzen Ballerinas an und ging zur Bushaltestelle. 






Kapitel 1.
Das Ungewisse

Langsam öffnete ich meine Auge, alles wirkte verschwommen, dass Ein zigste was ich wahrnahm war ein Piepen in einem regelmäßigen Abstand. Allmählich wurde mein Blick schärfer und ich erkannte ein paar der Leute die um mein Bett herum standen.
Ich erkannte, dass das Mädchen ganz rechts meine kleine Schwester sein musste, sie hatte ihre brauen langen Haare zu zwei rechts und links hinunterhängenden Zöpfen zusammen gebunden. Links neben ihr stand meine Mutter, sie sah sehr blass aus ihre hellblauen Augen waren dunkler als sonst und ihr kurzes Haar war unordentlich durcheinander gewuschelt. Die Anderen  waren mir in diesem Moment nur schwer in Erinnerung. Mein blick blieb an der letzten Person hängen, meine bis vor kurzem noch beste Freundin Violett. Auch sie sah sehr verweint aus. Ihre braune Augenfarbe war nicht zu sehen alles in ihrem Blick war schwarz. Sie hatte bis zu den Schultern gehende rot-braune glatte Haare. Ich fand sie schon immer wunderschön mit ihrem schlanken Körper und den langen Beinen, doch jetzt wirkte sie eingeknickt und anders.
Meine Mutter setzte sich zu mir auf das Bett in dem ich lag. Ich war in einem Krankenhaus so viel hatte ich bis jetzt schon mitgekriegt. Allein die ganzen Schläuche die mir aus der Nase kamen und in meinem Arm steckten machten es nur deutlich.
„Hallo Schätzchen, schön das du aufgewacht bist.“, waren die Worte meiner Mutter. Und da durchfuhr es mich wie ein Blitz, ich erinnerte mich wieder....