Kapitel 5
Die eine Person
Wir saßen in der Eisdiele. Und redeten ewig lange über alles Mögliche. Und ich erfuhr, dass er mit seinen Eltern allein in einem Haus wohnt und eine Schlange als Haustier hat, eben diese ganzen alltäglichen und unwichtigen Sachen.
Nach etwa 4 Stunden musste er nach Hause und ich auch, da er
nicht weit weg von mir wohnte, brachte er mich nach Hause, zum Abschied
umarmten wir uns und er meinte, dass ich das hübscheste Mädchen bin das er je gesehen
hat. Ich glaubte ihm nicht, aber irgendwie schwebte ich den ganzen restlichen
Tag auf Wolke sieben. Ich half meiner mom freiwillig mehr im Haushalt als nötig
und abends brachte ich meine Geschwister ins Bett. Später chattete ich noch mit
Vivi auf Facebook, als sie ins bett musste lag ich noch eine Weile auf meinem
riesigen grünen Flauschteppich und dachte über den Tag nach. Auf einmal
klingelte mein Handy und eine unbekannte
Nummer erschien auf dem Display.
"Hallo?" sagte ich vorsichtig, die Stimme die dann
ertönte ließ mich mal wieder an die Decke krachen. " Hey Milena, hast du
auch immer noch ein vollen Magen von dem Eis vorhin"
Ich: "Nein eigentlich nicht" und dann mussten wir
beide anfangen zu lachen. Wieder redeten wir ewig über unser Leben, ich
vertraute ihm irgendwie, aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl ihm alles
über mich wissen zu lassen.
Und ich glaube als es in etwa um eins war, wusste er
wirklich fast alles über mich und ich fast alles über ihn. Eine Sache ließen
wir allerdings eher unberührt, nämlich wie wir zu einander standen. Ich glaube
auch wir wussten so fort, dass da etwas mehr als Freundschaft war, aber niemand
hatte so viel Mut den anderen zu fragen. Das dachte ich zumindest...

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